Christoph Marx

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Sich wie James Bond fühlen im Gentlemen’s Club

Bereits im 17. Jahrhundert entstanden die ersten sogenannten Gentlemen’s Clubs. Schon im London der damaligen Zeit galten diese als exklusiver Treffpunkt für hochrangige Männer, welche im gehobenen Ambiente Kontakte knüpften und pflegten.

Im späten 19. Jahrhundert genossen die Clubs eine besondere Bedeutung, sodass sich auch Staatsoberhaupte und einflussreiche Menschen hier für Meetings und Gespräche trafen, die im privaten Umfeld stattfinden sollten. Ganz wie man es aus James Bond kennt, wird hier gerne in großen Ledersitzen gesessen, während exquisite Zigarren geraucht und hochwertiger Whiskey getrunken wird. Inzwischen haben derartige Clubs zwar an Bedeutung verloren, konnten jedoch in den letzten Jahren ein Comeback feiern. Selbst in Deutschland gibt es diverse Gentlemen’s Clubs, die Männer in ihre eleganten und exklusiven Hallen einladen.

Was ist ein Gentlemen’s Club?

Bei einem Gentlemen’s Club handelt es sich um einen Verein, der in der Regel aus wohlhabenden, angesehenen, männlichen Mitgliedern besteht. Diese treffen sich in eleganten Räumlichkeiten aus verschiedenen Gründen. Bereits im 19. Jahrhundert war es der Treffpunkt der hochrangigen Männer und auch heute noch lassen sich in den Gentlemen’s Clubs Geschäftsmänner und Politiker antreffen, welche im privaten Rahmen geschäftliche Meetings und Diskussionen abhalten und private Kontakte knüpfen. Neben dem geschäftliche Aspekt nimmt auch der private Unterhaltungsaspekt eine wichtige Rolle ein. So trifft man sich hier auch gerne, um im elegantem Ambiente den Feierabend ausklingen zu lassen, dem Glücksspiel zu frönen, schmackhafte Getränke zu trinken und hochwertige Zigarren zu rauchen – ganz à la James Bond. Zudem wird in den Gentlemen’s Clubs von heute meist auch eine delikate Küche mit exquisiten Speisen geboten. Während bis zum 19. Jahrhundert keine Frauen erlaubt waren, sind diese heutzutage in vielen Clubs willkommen. In einem der berühmtesten Clubs, dem „Travellers Club“ in London, lud sogar Queen Mum bereits zum Weihnachtsessen ein.

Exklusiv und privat

Was die Gentlemen’s Clubs so außergewöhnlich macht, ist die sagenhafte Exklusivität, das private Umfeld sowie die elegante Atmosphäre. Nur Mitglieder haben Club-Zutritt; wer keine Mitgliedskarte vorzeigen kann, wird freundlich gebeten, das Etablissement wieder zu verlassen. Meist fallen die Gentlemen’s Clubs von außen gar nicht auf. Sowohl in England als auch in Deutschland lassen die Fassaden nur selten vermuten, was sich dahinter verbirgt – oder darunter. Den luxuriösen Münchener „Contenance Clubs“ findet man etwa im Kellergewölbe unterhalb eines Parkplatzes. Genau diese Exklusivität ist es, die derartige Clubs so beliebt macht. Dank besonderer Veranstaltungen „Members Only“ und personalisierter Behandlung fühlt sich hier ein jeder besonders gut aufgehoben und umsorgt. Dieses Phänomen der personalisierten Behandlung und Vorteile für Mitglieder lässt jetzt auch bereits online beobachten. Clubs wie der „Club Royale“ des Online-Casinos Mr. Green erwarten mit royalem Service, zugeschnittenen Angeboten und erstklassigem Erlebnisse. Auch exklusive Shopping-Clubs wie „Vente Privée“, deren spezielle Angebote auf Luxus-Güter nur Mitgliedern verfügbar ist, schwören auf Exklusivität. Menschen mögen es, auserwählt zu sein. Offline wie auch online zeigt dies Wirkung und Beliebtheit.

Gentlemen’s Clubs in Deutschland

Das Phänomen der Gentlemen’s Clubs ist längst von der britischen Insel auch nach Deutschland gekommen. Der wohl bekannteste Club Deutschlands ist der „Contenance Club“ in München, welcher mit gold verkleideten Wänden und großen Kronleuchtern prunkt. Zwischen 10.000 und einer Million Euro pro Jahr kostet hier die begehrte Mitgliedschaft, welche allerdings schwer und nur auf Empfehlung zu ergattern ist. Auch der „Gentlemen’s Circle“ in Berlin, sowie verschiedene Etablissements in deutschen Großstädten wie Hamburg und Köln, laden Mitglieder zu exklusiven Abenden ein.

1 Comment

  1. Travelers Club ist erstaunlich!

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